Wohnungssuche in Köln – ein Glücksspiel!

Lesezeit ca. 4 Min.

Gehörst du auch zu denjenigen die auf Wohnungssuche in Köln sind? Hast du auch schon über 50 Besichtigungen hinter dir? Das ist der Kölner Wohnungsmarkt! Nicht nur die überteuerten Mieten machen es schwer, sondern auch die hohe Zahl der Mitbewerber die auf eine Wohnung fällt. Wir haben knapp fünf Monate gesucht, bis wir etwas bezahlbares und passendes gefunden haben.

Wohnungssuche in Köln

Eigenbedarfskündigung, was nun?

Pünktlich zum Jahresbeginn erreichte uns die Eigenbedarfskündigung. Nach unserer USA Reise über Weihnachten und Silvester war das erstmal ein Schock. Der Sohn unseres Vermieters ist mit seiner Ausbildung fertig und möchte in die Wohnung ziehen. Er kennt wohl den Kölner Wohnungsmarkt. Damit hatten wir gar nicht gerechnet und es traf uns unerwartet. Wir fühlten uns in unserer Wohnung im Kunibertsviertel sehr wohl. Die Größe und der Preis mit um die 10,- Euro pro qm waren vollkommen Ok und das Viertel mit Rheinnähe schön. So hatten wir ausreichend Budget zum Verreisen.

Wie suche ich eine neue Wohnung?

Nachdem wir den ersten Schock verdaut hatten kam schon der nächste. Schnell stellten wir anhand der Portale wie Immobilienscout oder Immonet fest, dass die Mietpreise sich stark nach oben hin verändert haben. Wir wollten auch nicht weit nach außerhalb ziehen, da wir beide recht zentral arbeiten. Somit stellten wir den Suchagenten von Immobilienscout und Immowelt auf unsere Wunschviertel und Größe ein.

Für die Wohnungssuche nutzten wir hauptsächlich die beiden Apps. Daneben schauten wir auch regelmäßig in die passenden Facebookgruppen, da dort häufig Wohnungen eingestellt werden.

Über die App erreichten uns fast täglich neue Wohnungsangebote. Mal interessant mal nicht. Zu Beginn waren wir sehr wählerisch und pickten uns nur die guten Wohnungen raus und schrieben den Makler/Vermieter an. Die Antworten auf unsere Emails waren allerdings mager. Nur wenige meldeten sich zurück geschweige denn luden zu Besichtigungen ein.

Daher entschieden wir uns ziemlich früh unsere “Bewerbungsunterlagen” zu optimieren.

Die perfekten Bewerbungsunterlagen für die Wohnungssuche in Köln

Wir setzten uns mehrere Stunden zusammen und tüftelten an einer ansprechenden Email sowie an einem persönlichen Lebenslauf mit Foto. Natürlich individualisierten wir für jede Bewerbung den Text. Zusätzlich stellten wir ein komplettes Profil bei Immobilienscout ein, damit der Vermieter/Makler sich direkt ein Bild über uns machen kann.

Mit unseren neuen “Berwerbungsunterlagen” die aus einem Anschreiben, Lebenslauf, Foto bestanden, probierten wir unser Glück weiter über Immobilienscout und Immonet. Die Mühe hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wir erhielten häufiger Einladungen für Wohnungen. Es waren zwar nicht immer die Wunschwohnungen dabei, da wir irgendwann aus Verzweiflung jede einigermaßen passende Wohnung angeschrieben haben, aber immerhin hatten wir dann die Wahl hinzugehen oder den Termin abzusagen.

Gute Vorbereitung durch vollständige Unterlagen:

50 Wohnungsbesichtigungen und 5 Monate später

So begann der Marathon zur Wohnungssuche in Köln. Dieser dauerte fast 5 Monate, mit knapp 50 Besichtigungen. Wir verbrachten seit Mitte Januar jedes Wochenende mit mindestens 3-4 Wohnungsbesichtigungen. Am Anfang noch ganz lustig, aber irgendwann einfach nur nervig. Von Wohnung zu Wohnung, von Nippes nach Deutz, von Deutz nach Sülz und so weiter. Wir haben viele schöne Wohnungen aber auch heruntergekommene Wohnungen gesehen. Die Preise variierten auch stark. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei unseren Besichtigung lag meist bei ca. 12-13 Euro. Aber teilweise waren auch Wohnungen mit Quadratmeterpreisen von 14-15 Euro dabei. Da fragt man sich doch wirklich, wer sich das leisten kann. Aus Verzweiflung am Kölner Wohnungsmarkt, hat man leider auch nicht die Wahl. Letztendlich muss man sich auf “fast” alles passende bewerben und hoffen.

Wie überzeuge ich den Makler/Vermieter?

Wenn die erste Hürde geschafft ist und ihr zur Besichtigung eingeladen werdet, dann habt ihr es immerhin geschafft, bei knapp 80-100 Mitbewerber herauszustechen. Dies erfuhren wir nach unseren regelmäßigen Gesprächen mit den Maklern. Natürlich solltet ihr nicht im absoluten Schlabberlook zur Besichtigung erscheinen. Wenn möglich auch ohne Fahne vom Abend zuvor. Das kommt besser an. Eigentlich bereitet man sich für einen Besichtigungstermin wie für ein Vorstellungsgespräch vor. Total bescheuert, aber so fühlt es sich an. Small Talk mit dem Vermieter/Makler kann was bringen sollte aber nicht zu schmierig wirken. Wir hatten bei der Besichtigung immer noch ein Infoblatt über uns dabei, damit man sich uns besser merken kann. Aber letztendlich gehört auch eine große Portion Glück dazu.

Bei unserem Besichtigungsmarathon hatten wir glücklicherweise mehrere Zusagen, aber leider selten für unsere Wunschwohnung. Somit haben wir viele Wohnungen abgesagt, da sie uns entweder nicht gefallen haben oder zu teuer waren.

Wie haben wir unsere Wohnung bekommen?

Die neue Wohnung haben wir tatsächlich nur mit ganz viel Glück bekommen. Fix und fertig und total unmotiviert stellten wir uns bei einer öffentlichen Massenbesichtigung mit über 100 anderen Leuten in die Schlange. Nach 30 Minuten konnten wir schnell durch die Wohnung huschen, der Maklerin kurz Hallo sagen und wieder gehen. Die Maklerin wollte keine Unterlagen von uns haben und kannte nicht einmal unseren Namen. Trotzdem schickten wir im Nachgang den Selbstauskunftsbogen mit unseren Bewerbungsunterlagen an die Maklerin.

Einen Tag später klingelte das Telefon und wir hatten die Zusage. Wir konnten es kaum glauben. Natürlich fragten wir im Nachgang die Maklerin, weswegen sie sich für uns entschieden hat. “Wir haben durch unsere nette Email überzeugt”. Da hat sich der Aufwand wenigstens gelohnt!

Unser Mitgefühl an alle Wohnungssuchenden!

Wir möchten mit dem Beitrag allen, die auf Wohnungssuche in Köln sind ganz viel Glück wünschen. Der Kölner Wohnungssmarkt ist ein Alptraum. Wir finden es unglaublich, wie sich die Preise in den letzten Jahren nach oben entwickelt haben. Hinzu kommt das geringe Wohnungsangebot für eine schnell wachsende Stadt. Glücklicherweise gibt es mehrere Neubauprojekte in Köln, allerdings sind die Preise der Haken. Wer kann sich überhaupt noch Wohnungen zu Preisen von 14-15 Euro den Quadratmeter leisten. Nein Danke!

Aber nach Chorweiler oder Kalk möchte auch niemand ziehen, der sich in Köln gut auskennt. Somit muss man bei der Suche sehr geduldig sein, gute Bewerbungsunterlagen haben und eine große Portion Glück!

Was kann man eurer Meinung nach tun, wenn man gerne in der City wohnen möchte und die Vorteile einer Großstadt nutzen möchte – bezahlbar?

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